Chat-Protokoll

20.11.2014:

Kniearthrose

Was hilft bei Kniearthrose?

Sie leiden unter Kniearthrose und möchten sich über Behandlungsmöglichkeiten informieren?
Ihr Arzt rät zu einer Knie-Operation, aber Sie sind sich unsicher?
Es interessiert Sie, wie Sie einer Kniearthrose vorbeugen können?


Arthrose ist die am meisten verbreitete Gelenkerkrankung.

Laut Robert-Koch-Institut leiden bei den 50 bis 60-Jährigen etwa 33 Prozent der Frauen und 25 Prozent der Männer in Deutschland darunter, ab dem 60. Lebensjahr gut die Hälfte der Frauen und ein Drittel der Männer. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache – so wird jedes Jahr etwa 130.000 Menschen ein künstliches Kniegelenk eingesetzt.

Wird in Deutschland zu schnell operiert?
Das Spektrum der Arthrose-Behandlungs-Möglichkeiten ist groß, aber was hilft wirklich?
Wie sinnvoll sind Spritzen oder Spiegelungen?
Welche modernen, konservativen Therapien zur Behandlung von Knieproblemen gibt es als Alternative zur OP?
Welche Faktoren können der weiteren Abnutzung des Gelenks entgegenwirken?
Welchen Einfluss hat Übergewicht auf eine Kniearthrose, was kann man mit einer Ernährungsumstellung erreichen?
Was sollten Kniearthrose-Patienten grundsätzlich vermeiden?

Eine Kniearthrose kann letztlich sogar dazu führen, dass man seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Statistisch wird immerhin jeder fünfte Arbeitnehmer in Deutschland während seines Berufslebens erwerbs- oder berufsunfähig.

Wie kann ich mich für diesen Fall der Fälle am besten schützen?

Chat-Protokoll

Moderator:
Herzlich willkommen beim heutigen Chat zum Thema "Arthrose". Wir freuen uns auf Ihre Frage rund um diese Krankheit, von der so viele Bundesbürger betroffen sind.

Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA)
Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA),
Osteopathin mit eigener Praxis in Wiesbaden. 1. Vorsitzende und Gründerin des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V.. Mitherausgeberin der „DO - Deutsche Zeitschrift für Osteopathie“. Professorin für Osteopathie an der Hochschule Fresenius in Idstein.

Frage von BIGGE:
Ich habe Arthrose in den Knien, gehe aber sehr gerne in den Bergen wandern. In letzter Zeit sind die Schmerzen aber trotz Bewegung besonders schlimm. Der nächste Wanderurlaub steht vor der Tür und den möchte ich ungern absagen. Mein Orthopäde rät mir zu Spritzen ins Knie, die schnell helfen sollen. Gibt es da nicht noch eine Alternative? Spritzen sollen nicht unbedingt so gut sein, wie ich gehört habe.

Antwort von Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA):
Wenn Ihr Körper Ihnen sagt, dass er diese Belastung nicht verträgt, sollten Sie darauf hören und die Symptome - also die Warnsignale - nicht mit Medikamenten ... [mehr]Wenn Ihr Körper Ihnen sagt, dass er diese Belastung nicht verträgt, sollten Sie darauf hören und die Symptome - also die Warnsignale - nicht mit Medikamenten unterdrücken. Lassen Sie sich von einem Osteopathen untersuchen, er wird Ihnen anschließend unter Umständen andere Möglichkeiten zur Verbesserung Ihrer Arthrosebeschwerden empfehlen können. Die Osteopathie verfügt über verschiedene Behandlungsansätze, die bei Arthrose je nach Schweregrad helfen können. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von HERMANN P.:
Ich habe eine fortgeschrittene Arthrose im Knie. Noch habe ich sie mit Tabletten einigermaßen im Griff. Ab wann ist eine OP sinnvoll? Wenn die Beschwerden schlimmer werden oder schon vorher?

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Eine OP ist dann sinnvoll, wenn die Tabletten-Einnahme sehr regelmäßig wird, wenn die Tabletten zu Nebenwirkungen führen oder nicht vertragen werden und wenn die Funktion des ... [mehr]Eine OP ist dann sinnvoll, wenn die Tabletten-Einnahme sehr regelmäßig wird, wenn die Tabletten zu Nebenwirkungen führen oder nicht vertragen werden und wenn die Funktion des Gelenks leidet, beispielsweise durch starken Muskelabbau oder Bewegungseinschränkungen. Bis dahin sollten Sie versuchen, die Beweglichkeit und die Muskulatur des Gelenks so gut wie möglich zu erhalten, etwa durch Krankengymnastik, Ergometer, Cross-Trainer oder Fitness-Studio. [weniger]

Christoph Andersch
Christoph Andersch,
Experte für Berufsunfähigkeitsversicherungen bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von HAMBURGER:
Ich bin 35 Jahre alt, treibe viel Sport - habe aber in unregelmäßigen Abständen Probleme mit den Kniegelenken, war deshalb schon beim Orthopäden und beim Osteopathen. Meine Frage: Kann ich jetzt grundsätzlich noch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen oder sind meine Vorerkrankungen und Arztbesuche schon ein potenzieller Ablehnungsgrund?

Antwort von Christoph Andersch:
Ihre Vorerkrankungen und Arztbesuche sind an sich kein Ablehnungsgrund. Bei Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung führt der Versicherer eine medizinische Risikoprüfung durch. Dabei müssen Sie die Fragen zum ... [mehr]Ihre Vorerkrankungen und Arztbesuche sind an sich kein Ablehnungsgrund. Bei Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung führt der Versicherer eine medizinische Risikoprüfung durch. Dabei müssen Sie die Fragen zum aktuellen Gesundheitszustand und zu Vorerkrankungen beziehungsweise Beschwerden wahrheitsgemäß beantworten. Auch Ihre Vorerkrankungen und Arztbesuche sind mit anzugeben. Mit Ihren Angaben sowie gegebenenfalls mit den ärztlichen Untersuchungs-Berichten wird dann geprüft, in welcher Form Versicherungsschutz angeboten werden kann. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von GERHARD:
Mich interessiert, wie sich jahrelanges Skifahren auf die Gelenke, speziell auf das Knie, welches dabei ja sehr beansprucht wird, auswirkt?

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Skifahren ist nicht Skifahren. Es kommt sehr darauf an, wie Sie den Sport betreiben. Beispielsweise wirkt beim Buckelskifahren das sechs- sechzehnfache des Körpergewichts auf die Gelenke ... [mehr]Skifahren ist nicht Skifahren. Es kommt sehr darauf an, wie Sie den Sport betreiben. Beispielsweise wirkt beim Buckelskifahren das sechs- sechzehnfache des Körpergewichts auf die Gelenke ein. Kurzschwünge sind belastender als große Bögen. Ein Anfänger hat wesentlich höhere Belastungsspitzen im Gelenk als ein Anfänger. Bei guter Technik und Erfahrung sowie einigermaßen schonender Fahrweise sind meiner Meinung nach keine negativen Auswirkungen auf das Kniegelenk zu erwarten. Viele Arthrose-Patienten berichten auch, dass sie beim Skifahren weniger Beschwerden haben als beispielsweise beim Joggen oder Wandern. Es muss ja nicht immer die schwarze Piste sein... [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von FRUCHTZWERG:
Ich leider unter starker Arthrose, mit Schmerzmitteln ist es teilweise auszuhalten. Aber ich will mich nicht immer damit vollpumpen. Letztens habe ich einen Artikel über die PST (pulsierende Signaltherapie) gelesen, dies soll bei Gelenkschmerzen helfen. Mein Arzt sagt, das sei reine Geldmacherei. Was meinen Sie?

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Die PST hat mittlerweile viele Anwendungsgebiete. Vor allem im Bereich der Sehnen-Ansatz-Probleme am Knochen konnten damit zum Teil schon gute Erfolge erzielt werden. Bei der Behandlung ... [mehr]Die PST hat mittlerweile viele Anwendungsgebiete. Vor allem im Bereich der Sehnen-Ansatz-Probleme am Knochen konnten damit zum Teil schon gute Erfolge erzielt werden. Bei der Behandlung der Arthrose spielt die PST allerdings keine wirkliche Rolle. Es mag im Einzelfall einmal helfen. Ich kann Ihnen die PST aber nicht wirklich mit gutem Gewissen bei Ihrem Problem empfehlen. [weniger]

Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA)
Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA),
Osteopathin mit eigener Praxis in Wiesbaden. 1. Vorsitzende und Gründerin des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V.. Mitherausgeberin der „DO - Deutsche Zeitschrift für Osteopathie“. Professorin für Osteopathie an der Hochschule Fresenius in Idstein.

Frage von ANUBIS:
Welche Rolle spielt die Ernährung bei einer Arthrose? Ist es möglich, mit der richtigen Ernährung eine Arthrose zu lindern beziehungsweise ihr vorzubeugen?

Antwort von Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA):
Es gibt verschiedene Hinweise, daß eine fleischlosere Ernährung sich positiv auf schmerzhafte Symptome im Bereich der Gelenke auswirken könnte. Man spricht dabei von einer basenüberschüssigen Ernährung. ... [mehr]Es gibt verschiedene Hinweise, daß eine fleischlosere Ernährung sich positiv auf schmerzhafte Symptome im Bereich der Gelenke auswirken könnte. Man spricht dabei von einer basenüberschüssigen Ernährung. Tierische Eiweiße in Fleisch und Wurst führen zu einer Übersäuerung des Gewebes und fördern entzündliche Prozesse im Körper. Daher sollten Sie viel Gemüse und Obst bevorzugen. Zusätzlich helfen Basenbäder und Basendrinks. [weniger]

Christoph Andersch
Christoph Andersch,
Experte für Berufsunfähigkeitsversicherungen bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von GRüN-WEISS:
Ich bin in der Ausbildung zum Fliesenleger, habe aber jetzt schon erfahren, dass viele Kollegen irgendwann mit Gelenksproblemen zu kämpfen haben, der Job geht einfach stark auf die "Knochen". Wann sollte ich denn als Absicherung eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen und wie hoch muss ich sie abschließen? Ist es in einem solchen "Risikoberuf" schwerer, eine solche Police zu erhalten?

Antwort von Christoph Andersch:
Besonders in jungen Jahren beziehungsweise bei Berufseinsteigern ist es sehr wichtig, vorzeitig eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Je höher das Eintrittsalter ist, desto höher sind die zu zahlenden ... [mehr]Besonders in jungen Jahren beziehungsweise bei Berufseinsteigern ist es sehr wichtig, vorzeitig eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Je höher das Eintrittsalter ist, desto höher sind die zu zahlenden Beiträge und zusätzlich besteht die Gefahr, dass Erkrankungen hinzukommen, welche nur zu erschwerten Bedingungen versichert werden können. Gegebenenfalls kann auch kein Versicherungsschutz mehr angeboten werden. Bei Berufseinsteigern beziehungsweise Auszubildenden kann - abhängig vom geplanten Anbieter der Versicherung - in der Regel zunächst eine Grundabsicherung von maximal 1.000 Euro Monatsrente vereinbart werden. Bei den meisten Versicherern besteht jedoch die Möglichkeit, die monatliche Rente im Laufe des weiteren Berufslebens der entsprechenden Lebenssituation anzupassen. Der Beruf eines Fliesenlegers stellt keinen besonderen Erschwernisgrund für den Abschluss dar. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von JERRY:
Aufgrund von Schmerzen in den Knien beim Laufen, Strecken, Beugen habe ich einen Arzt aufgesucht. Der Chirurg, an den ich überwiesen wurde, hat eine Meniskusläsion sowie Arthrose festgestellt. Krankengymnastik, Ruhigstellen, Schmerzbehandlung, nichts hat bisher geholfen. Dann wurde eine Arthoskopie durchgeführt und ein sogenanntes Meniskus-Needling. Kurzzeitig war es besser, jetzt fangen die Schmerzen wieder an. Was kann ich noch tun? Mein Orthopäde hat erst in neun Monaten wieder einen Termin frei...

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Man müsste feststellen, was bei Ihnen als Schmerzursache im Vordergrund steht, der Meniskus-Schaden oder die Arthrose. Das gelingt meist nur mit Hilfe einer Untersuchung und/oder eines ... [mehr]Man müsste feststellen, was bei Ihnen als Schmerzursache im Vordergrund steht, der Meniskus-Schaden oder die Arthrose. Das gelingt meist nur mit Hilfe einer Untersuchung und/oder eines MRTs des Kniegelenks. Bis dahin sollten Sie versuchen, Ihr Gelenk durch schonende Belastung muskulär zu stabilisieren und beweglich zu halten, etwa durch Fahrradfahren, ein Ergometer oder einen Cross-Trainer. Wenn die Schmerzen dadurch nicht beherrschbar sind, sollten Sie sich aber vielleicht doch nach einem Orthopäden umsehen, der eine für Sie akzeptable Wartezeit hat. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von SKIFAHRER:
Ich, männlich, Mitte 50, fahre schon seit meiner Kindheit leidenschaftlich gern Ski. Vor kurzem hat mein Arzt bei mir eine Arthrose festgestellt, nachdem ich Probleme mit den Knien hatte. Muss ich jetzt meine Skibretter in den Keller stellen? Mein Arzt meint, das wäre das beste....

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Das Skifahren würde ich Ihnen nicht generell verbieten wollen. Es hängt sehr stark von der Fahrweise und der Erfahrung, also Ihrer Technik, ab. Buckelbisten-Fahren, Kurzschwünge und ... [mehr]Das Skifahren würde ich Ihnen nicht generell verbieten wollen. Es hängt sehr stark von der Fahrweise und der Erfahrung, also Ihrer Technik, ab. Buckelbisten-Fahren, Kurzschwünge und steiles Gelände belasten die Kniegelenke sehr stark. Eine schonende Fahrweise in flachem und mittelsteilem Gelände dagegen in Kombination mit sicherer Technik belasten die Knie kaum. Ich denke, ich würde an Ihrer Stelle nicht die Skier in die Ecke stellen, sondern eher meine Fahrweise ein wenig anpassen. [weniger]

Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA)
Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA),
Osteopathin mit eigener Praxis in Wiesbaden. 1. Vorsitzende und Gründerin des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V.. Mitherausgeberin der „DO - Deutsche Zeitschrift für Osteopathie“. Professorin für Osteopathie an der Hochschule Fresenius in Idstein.

Frage von FUSSBALLFREUND:
Wenn ich Kniebeugen mache oder teilweise auch, wenn ich aufstehe, tun meine beiden Knie weh. Mir wurden nun Einlagen verschrieben, es hilft aber nichts. Gibt es Übungen, die sie empfehlen können?

Antwort von Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA):
Sicherlich gibt es Übungen für die Knie. Zunächst aber ist es wichtig zu schauen, von wo die Schmerzen herrühren. Daher wäre es sinnvoll, sich beispielsweise einer ... [mehr]Sicherlich gibt es Übungen für die Knie. Zunächst aber ist es wichtig zu schauen, von wo die Schmerzen herrühren. Daher wäre es sinnvoll, sich beispielsweise einer osteopathischen Untersuchung und eventuellen Behandlung zu unterziehen. Der Osteopath kann gegebenenfalls auch andere blockierte Körperregionen entdecken, jenseits des Kniegelenkes. Wir wissen zum Beispiel, dass Bewegungseinschränkungen des Zwerchfelles, der Nierenfaszie und der Hüftbeuge Knieschmerzen verursachen können. Wenn beide Knie schmerzen, werden auch die Durchblutungsysteme im Becken für den Osteopathen in seiner Untersuchung wichtig sein. [weniger]

Christoph Andersch
Christoph Andersch,
Experte für Berufsunfähigkeitsversicherungen bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von MAMBA:
Mein Sohn, 15, leidet schon seit seiner Kindheit unter Arthrose. Durch ärztliche Behandlung haben wir sie gut im Griff. Mich würde interssieren: Wie schaut es denn aus, wenn er eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte, bekommt er das überhaupt mit seiner Vorerkrankung?

Antwort von Christoph Andersch:
Grundsätzlich kann ein Antrag auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung gestellt werden, jedoch wird aller Voraussicht nach ein medizinischer Ergänzungsbeitrag oder Ausschluss erhoben, im schlimmsten Fall kann es auch ... [mehr]Grundsätzlich kann ein Antrag auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung gestellt werden, jedoch wird aller Voraussicht nach ein medizinischer Ergänzungsbeitrag oder Ausschluss erhoben, im schlimmsten Fall kann es auch zu einer Ablehnung kommen. Dies ist abhängig vom Grundleiden und vom Schweregrad der Erkrankung. Hierzu sind Eigenangaben sowie medizinische Untersuchungsberichte erforderlich. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von RONKI:
Ich habe schon seit längerem Schmerzen und ein Gefühl von Wasser im rechtem Knie. Eine längere Belastung und längeres Gehen sind nicht mehr ohne Schmerzen möglich. Beurteilung MRT: Schrägriss im dorsalen Innenmeniskus,der teils in Richtung Innenband medial und zentral betonte Chondropathia patellae, Grad zwei bis drei, und Chondropathie im Bereich der medialen Druckaufnahmezone beziehungsweise des femoralen Gleitlagers Grad zwei. Rupturierte Bakerzyste. Was meinen Sie, wo liegt der Grund für meine Schmerzen?

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Die Befunde, die im MRT beschrieben sind, sind alle geeignet, um Ihre Schmerzen und den Erguss - also das Wasser - im Kniegelenk zu erklären. Es ... [mehr]Die Befunde, die im MRT beschrieben sind, sind alle geeignet, um Ihre Schmerzen und den Erguss - also das Wasser - im Kniegelenk zu erklären. Es gibt in Abhängigkeit Ihres Alters, Ihrer Schmerzen, Ihrer vorbestehenden anatomischen Voraussetzungen - Gewicht, O-Beine - verschiedene Möglichkeiten, um Ihnen zu helfen, dazu zählen Gelenkspritzen, eine Gelenkspiegelung, eine Achsenkorrektur am Kniegelenk bis hin zu teilweisem Kniegelenksersatz. Welches Verfahren bei Ihnen das geeignetste ist, kann nur nach einer körperlichen Untersuchung, Sichtung der MRT-Aufnahmen und in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen am besten durch einen Orthopäden geklärt werden. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von KALLI:
Mein Orthopäde möchte meine Arthrose mit Hyaluronsäurespritzen behandeln, fünf Spritzen mit je einer Woche Abstand. Was halten Sie von dieser Behandlung und können Nebenwirkungen auftreten?

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Die Hyaluronsäuretherapie ist mittlerweile eine etablierte Behandlung. In den beginnenden und mittleren Arthrose-Stadien, wenn also noch noch nicht komplett Knochen auf Knochen reibt, gibt es dafür ... [mehr]Die Hyaluronsäuretherapie ist mittlerweile eine etablierte Behandlung. In den beginnenden und mittleren Arthrose-Stadien, wenn also noch noch nicht komplett Knochen auf Knochen reibt, gibt es dafür auch schon gute wissenschaftliche Studien. Demnach konnten die Arthrose-bedingten Beschwerden dadurch verbessert werden. Bei fortgeschrittener Arthrose wird diese Therapie auch durchgeführt, dann sind die Ergebnisse aber meist nicht mehr so gut. Leider zahlen die Krankenkassen diese Therapie meistens nicht, da die wissenschaftlichen Daten und gesicherten Behandlungserfolge wohl noch nicht ausreichend sind. Nebenwirkungen kenne ich keine, abgesehen von sehr seltenen allergischen Reaktionen oder aber Infektionen, da das Gelenk ja punktiert werden muss. [weniger]

Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA)
Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA),
Osteopathin mit eigener Praxis in Wiesbaden. 1. Vorsitzende und Gründerin des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V.. Mitherausgeberin der „DO - Deutsche Zeitschrift für Osteopathie“. Professorin für Osteopathie an der Hochschule Fresenius in Idstein.

Frage von KARL:
Ich bin Berufskraftfahrer und habe nach langen Strecken vermehrt Knieschmerzen vom langen Sitzen. Liegt das an meiner Sitzposition und gibt es Übungen, die ich unterwegs machen könnte?

Antwort von Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA):
Ihre Knieschmerzen können von dem langen Sitzen herrühren. Die Blutversorgung der Beine wird durch die abgewinkelte Position Ihres Beckens strark beeinflusst. Hinzu kommt, dass die gesamte ... [mehr]Ihre Knieschmerzen können von dem langen Sitzen herrühren. Die Blutversorgung der Beine wird durch die abgewinkelte Position Ihres Beckens strark beeinflusst. Hinzu kommt, dass die gesamte Muskelkette des Beines vom Fuß bis zur Hüfte stark verkürzen kann, wenn man keine Ausgleichsbewegungen durchführt. Es gibt eine ganze Reihe von Dehnungs-und Käftigungsübungen für die Beine. Wichtig sind große Ausfallschritte, die Sie in Ihren Pausen durchführen könnten. Einfacher wäre es, wenn Sie einen Termin bei Ihrem Physiotherapeuten vereinbaren, der Ihnen drei bis vier Übungen zeigt, die Sie dann einmal unter Kontrolle durchführen. Viellicht haben Sie auch Interesse, einige Yogaübungen zu erlernen. Dies wird Ihnen auch sehr helfen. Wenn sich die Schmerzen durch diese Übungen nicht verbessern, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, der dann eine weitere Diagnostik einleitet. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von BALLFREAK:
Ich bin Hobbyfußballer und hatte jetzt schon mehrere Verletzungen (Bänderriss Sprunggelenk, Innenbandanriss). Jetzt kam auch noch ein Kreuzbandriss dazu, der operiert werden muss. Können diese ganzen Verletzungen Folgeschäden nach sich ziehen? Und wie sieht es aus in Bezug auf das Fußballspielen, kann ich weitermachen?

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Leider sind Sportverletzungen und hier insbesondere ein Kreuzbandriss durchaus einer der wichtigsten Faktoren für die spätere Enstehung einer Arthrose. Auch mit einer Operation kann man das ... [mehr]Leider sind Sportverletzungen und hier insbesondere ein Kreuzbandriss durchaus einer der wichtigsten Faktoren für die spätere Enstehung einer Arthrose. Auch mit einer Operation kann man das nicht komplett verhindern, aber das Risiko reduzieren. Wichtig ist dabei, ob es neben dem Kreuzbandriss noch andere Begleitverletzungen gegeben hat, etwa Meniskus oder Knorpelverletzungen und dass das Gelenk nach der Operation wieder eine stabile Bandführung hat. Sonst stellt sich die Arthrose nach einigen Jahren mehr oder weniger zwangsläufig ein. Man muss nicht jede Kreuzbandverletzung operieren. Patienten, die weiter Sport betreiben wollen, empfehlen wir aber nahezu immer die operative Versorgung. Ob Sie weiter Fußballspielen wollen, müssen Sie selbst entscheiden. Gerade beim Fußball treten natürlich Spitzenbelastungen auf, die das Gelenk auf Dauer schädigen können. Es kommt natürlich auch darauf an, wie intensiv Sie den Sport betreiben und wie gut Ihre Muskulatur ist. [weniger]

Christoph Andersch
Christoph Andersch,
Experte für Berufsunfähigkeitsversicherungen bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von DARIUS:
Ich arbeite in einem körperlich sehr beanspruchenden Job und möchte mich mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung für den Fall der Fälle absichern. Nun soll ja die Lebensarbeitszeit sukzessive verlängert werden. Muss ich das auch beim Abschluss eines Vertrages beachten oder hat der Versicherer das immer im Blick?

Antwort von Christoph Andersch:
In der Regel wird eine Berufsunfähigkeitsversicherung bis zu einem Endalter zwischen 50 und 67 Jahren abgeschlossen. Sollte sich während der Vertragslaufzeit die Lebensarbeitszeit nach und nach ... [mehr]In der Regel wird eine Berufsunfähigkeitsversicherung bis zu einem Endalter zwischen 50 und 67 Jahren abgeschlossen. Sollte sich während der Vertragslaufzeit die Lebensarbeitszeit nach und nach verändern, so wird die Anpassung der Vertragslaufzeit nicht automatisch durch den Versicherer vorgenommen. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von GATO22:
Beim Röntgen hat mein Orthopäde eine Arthrose im Anfangsstadium festgestellt und mir zwei Behandlungsmöglichkeiten vorgeschlagen: Spritzen- oder Lasertherapie? Welche würden Sie mir empfehlen?

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Bei Arthrose im Anfangsstadium hat die Spritzentherapie - etwa mit Hyaluronsäure-Injektionen - durchaus gute und zum Teil auch wissenschaftlich belegbare Erfolge erzielt. Diese Therapie würde ich ... [mehr]Bei Arthrose im Anfangsstadium hat die Spritzentherapie - etwa mit Hyaluronsäure-Injektionen - durchaus gute und zum Teil auch wissenschaftlich belegbare Erfolge erzielt. Diese Therapie würde ich der Laser-Therapie vorziehen. Die Laser-Therapie dürfte weniger gesicherte Therapieerfolge haben, hat aber den Vorteil, dass das Gelenk nicht punktiert werden muss und dadurch auch keine Nebenwirkungen wie beispielsweise Gelenkinfektionen hervorgerufen werden können. [weniger]

Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA)
Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA),
Osteopathin mit eigener Praxis in Wiesbaden. 1. Vorsitzende und Gründerin des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V.. Mitherausgeberin der „DO - Deutsche Zeitschrift für Osteopathie“. Professorin für Osteopathie an der Hochschule Fresenius in Idstein.

Frage von LINSI:
Meine Mutter leidet besonders in der kalten Jahreszeit an ihrer Arthrose. Sie hat schon sehr starke Schmerzmedikamente, die aber nicht wirklich helfen. Ihr Bekannte hat ihr jetzt zu Weihrauchtabletten geraten. Ich stehe dem eher skeptisch gegenüber. Hat das wirklich einen Nutzen? Oder kennen Sie eine andere Alternative?

Antwort von Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA):
Der Weihrauch scheint bei manchen Patienten Linderung zu schaffen. Als Osteopathin kann ich Ihnen eher zu den Möglichkeiten der Osteopathie Auskunft geben. Grundsätzlich sollte jeder Behandlungsansatz ... [mehr]Der Weihrauch scheint bei manchen Patienten Linderung zu schaffen. Als Osteopathin kann ich Ihnen eher zu den Möglichkeiten der Osteopathie Auskunft geben. Grundsätzlich sollte jeder Behandlungsansatz auf die bessere Versorgung des Gelenkknorpels ausgerichtet sein. Eine Kniearthrose kann ein Zeichen dafür sein, dass eine Überbelastung in dem Gelenk stattfindet. Wichtig ist es in dem Zusammenhang, die Muskeln zu entspannen, die dieses Gelenk überziehen. Zu beachten ist dabei, dass Muskeln nicht isoliert agieren, sondern immer in sogenannten Muskelketten. Diese Muskelketten - das myofasziale System - durchziehen den gesamten Körper. Daher kann eine ganzheitliche osteopathische Maßnahme meiner Meinung nach sehr sinnvoll sein. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von CONY83:
Meine Kniescheibe ist vor 15 Jahren bei einem Sportunfall in der Schule (unglücklich vom Schwebebalken gestürzt) rausgesprungen. Ich musste operiert werden, danach Krankengymnastik. Durch eine bleibende Instabilität kann das immer wieder passieren, hat der Arzt damals gesagt. Ich habe auch heute noch Probleme mit meinem Knie. Wenn ich länger unterwegs bin, benötige ich eine Kniebandage. Kann man da jetzt noch etwas machen oder muss ich damit leben und rechnen, eine Arthrose oder ähnliches zu bekommen?

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Wenn die Kniescheibe nach einem adäquaten Unfall nur einmal herausgesprungen ist und nun wieder stabil ist, hängt das Entstehen der Arthrose hinter der Kniescheibe davon ab, ... [mehr]Wenn die Kniescheibe nach einem adäquaten Unfall nur einmal herausgesprungen ist und nun wieder stabil ist, hängt das Entstehen der Arthrose hinter der Kniescheibe davon ab, ob und wie stark Sie sich damals auch den Knorpel hinter bei dem Sturz verletzt haben. Es gibt aber auch verschiedene anatomische Konstellationen - wie etwa die Beinachse, Beschaffenheit des Gleitlagers, den sogenannten TTTG-Winkel - die das Herausspringen oder zumindest eine latente Instabilität der begünstigen und ebenfalls die Entstehung einer Arthrose begünstigen können. Um das feststellen zu können, benötigt man einige spezielle Untersuchungen - Röntgen und MRT -, die an operativen Zentren dann durchgeführt werden. Je nach Befund gibt es dann unterschiedliche operative und nicht-operative Möglichkeiten, um der Entstehung einer Arthrose vorzubeugen. [weniger]

Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA)
Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA),
Osteopathin mit eigener Praxis in Wiesbaden. 1. Vorsitzende und Gründerin des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V.. Mitherausgeberin der „DO - Deutsche Zeitschrift für Osteopathie“. Professorin für Osteopathie an der Hochschule Fresenius in Idstein.

Frage von XARA:
Ist Arthrose auch vererbbar? Meine Oma hat Arhtrose, meine Mutter und ihre Schwestern auch. Jetzt habe ich Angst, dass es mich auch trifft...

Antwort von Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA):
Ja, in manchen Familien gibt es eine erbliche Dominanz von Arthrosen. Aber das muss nicht jeden treffen. Vorbeugen ist die beste Therapie.

Christoph Andersch
Christoph Andersch,
Experte für Berufsunfähigkeitsversicherungen bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von ALIBABA:
Zwei Kollegen von mir mussten in diesem Jahr schon wegen chronischer Gelenkschmerzen ihren Job aufgeben. Nun möchte ich mich privat gegen Berufsunfähigkeit absichern. Worauf muss ich dabei achten? Wie hoch sollte beispielsweise die Versicherungssumme sein?

Antwort von Christoph Andersch:
Grundsätzlich ist die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente abhängig vom durchschnittlichen Bruttojahreseinkommen der letzten drei Jahre. Die Höhe sollte in der Regel etwa 70 bis 80 Prozent des ... [mehr]Grundsätzlich ist die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente abhängig vom durchschnittlichen Bruttojahreseinkommen der letzten drei Jahre. Die Höhe sollte in der Regel etwa 70 bis 80 Prozent des letzten Nettoarbeitseinkommens abdecken. Sie sollten sich vor Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung über den geplanten Anbieter informieren. Unter anderem sind Publikationen unabhängiger Stellen wie beispielsweise "Finanztest" dafür geeignet. [weniger]

Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA)
Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA),
Osteopathin mit eigener Praxis in Wiesbaden. 1. Vorsitzende und Gründerin des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V.. Mitherausgeberin der „DO - Deutsche Zeitschrift für Osteopathie“. Professorin für Osteopathie an der Hochschule Fresenius in Idstein.

Frage von BUZZER:
Skifahren geht ja sehr auf die Gelenke, deshalb betreibe ich regelmäßig Skigymnastik, um die Muskeln zu stärken und die Gelenke zu schützen. Besteht dann trotzdem die Gefahr, durch das Skifahren an Arthrose zu erkranken?

Antwort von Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA):
Grundsätzlich erkranken alle Menschen im Alter mehr oder weniger an Arthrose. Oft haben diese Menschen aber keine Symptome oder Schmerzen. Dies hängt sicherlich davon ab, inwieweit ... [mehr]Grundsätzlich erkranken alle Menschen im Alter mehr oder weniger an Arthrose. Oft haben diese Menschen aber keine Symptome oder Schmerzen. Dies hängt sicherlich davon ab, inwieweit die Muskeln und Bänder die Gelenke schützen und stabilisieren können. Lassen Sie sich einmal von einem Osteopathen ganzkörperlich untersuchen, so dass auch in den Organen, der gesamten Wirbelsäule oder des Beckens eventuell Blockaden entdeckt und behandelt werden. Dies stellt sicher, dass Ihr Körper auf anfallende Krafteinwirkung geschmeidig reagieren kann und seine Dämpfungsfähigkeit nicht eingeschränkt ist. Wenn Sie Spaß am Skifahren haben und ausreichend Ausgleichssport betreiben, nicht übergewichtig sind, keine großen anlagebedingten Fehlstellungen der Beine haben und sich vernünftig ernähren, sollten Sie Ihrem Hobby nachgehen können. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von VZW:
Bei mir erfolgte aufgrund anhaltender Schmerzen ein MRT des rechten Knies. Diagnose: eine zweitgradige Chondropathie im medialen femorotibialen Kompartiment und kleinere Risse im Knorpel. Befund: Retropatellararthrose. Weiterhin heißt es im Befundbericht: mukoide Degeneration im Hinterhorn des Innenmeniskus. Empfehlung: eine Spritzkur mit Recosyn. Die Therapie soll mittels fünfmaliger Gelenkinjektion im wöchentlichen Abstand erfolgen und kostet etwa 315 Euro. Was ist von dieser Therapie zu halten?

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Der Wirkstoff ist die Hyaluronsäure. Dabei handelt es sich um ein bewährtes Präparat, das in Ihrem Arthrosestadium schon gute und wissenschaftlich gesicherte Erfolge erbracht hat. Aber ... [mehr]Der Wirkstoff ist die Hyaluronsäure. Dabei handelt es sich um ein bewährtes Präparat, das in Ihrem Arthrosestadium schon gute und wissenschaftlich gesicherte Erfolge erbracht hat. Aber man muss wissen, dass der Erfolg der Therapie nicht garantiert werden und der Knorpelschaden dadurch auch nicht mehr behoben werden kann. In der Regel wird die Therapie auch nicht von der Krankenkasse übernommen. Dennoch handelt es sich dabei um eine Therapie, die Ihnen in Ihrem Fall durchaus empfohlen werden kann. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von ZIPPY:
Meine Oma (83) hat Arthrose in den Gelenken und bewegt sich hauptsächlich nur noch in ihrer Wohnung. Der Arzt sagte, sie muss trotz Schmerzen laufen, damit die Beschwerden besser werden, sie soll eine Schmerztablette nehmen und es dann versuchen, aber "mach mal wenn du nicht kannst" ist das einzige, was sie dazu sagt. Krankengymnastik hat sie auch schon verschrieben bekommen, führt diese aber Zuhause (sie lebt alleine) nicht weiter. Was für Möglichkeiten gibt es noch?

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Wenn Krankengymnstik nicht hilft oder Ihre Großmutter diese wegen der Schmerzen nicht mehr machen kann, wäre die Zeit gekommen, sich einmal beim Orthopäden vorzustellen und zu ... [mehr]Wenn Krankengymnstik nicht hilft oder Ihre Großmutter diese wegen der Schmerzen nicht mehr machen kann, wäre die Zeit gekommen, sich einmal beim Orthopäden vorzustellen und zu überprüfen, ob man nicht doch mit einer Operation den Zustand verbessern kann. Das hohe Alter sollte einen da nicht unbedingt abschrecken, denn erfahrungsgemäß werden die Arthrose-Beschwerden im weiteren Verlauf nicht besser. Der Erhalt der Mobilität und das Vermeiden von Stürzen wegen der Gelenkbeschwerden hat im hohem Alter oberste Priorität. Suchen und beseitigen Sie bitte Stolperfallen wie etwa Teppichkanten in der Wohnung Ihrer Oma und versuchen Sie sie einmal zum Besuch beim Orthopäden zu bewegen. [weniger]

Christoph Andersch
Christoph Andersch,
Experte für Berufsunfähigkeitsversicherungen bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von HEIDRUN:
Im Zusammenhang mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung fallen ja immer Fachbegriffe wie "abstrakte Verweisung" etc., ich weiß gar nicht, worauf ich dabei achten muss. Wo kann ich mich denn informieren, welche Police für mich am besten ist und welche Anbieter zu empfehlen sind?

Antwort von Christoph Andersch:
Sie sollten sich vor Abschluss einer Berufsunfähigkeits-Versicherung über den geplanten Anbieter informieren, beispielsweise über Publikationen wie "Finanztest" oder per Internetrecherche. Hier sollte auf sehr gute Testergebnisse ... [mehr]Sie sollten sich vor Abschluss einer Berufsunfähigkeits-Versicherung über den geplanten Anbieter informieren, beispielsweise über Publikationen wie "Finanztest" oder per Internetrecherche. Hier sollte auf sehr gute Testergebnisse geachtet werden. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von DAN:
Welche Sportarten sind für mich als Arthrosepatient günstig und welche sollte ich besser sein lassen?

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Empfehlenswert sind alle Sportarten, bei denen das Gelenk bewegt wird, ohne dass Spitzenbelastungen und schnelle Richtungsänderungen auftreten. Das heißt: gute Sportarten sind Fahrradfahren, Schwimmen, Nordic Walking, ... [mehr]Empfehlenswert sind alle Sportarten, bei denen das Gelenk bewegt wird, ohne dass Spitzenbelastungen und schnelle Richtungsänderungen auftreten. Das heißt: gute Sportarten sind Fahrradfahren, Schwimmen, Nordic Walking, Golfen, Wandern, vernünftiges Skifahren und ähnliches. Weniger empfehlenswerte Sportarten sind Fußball, Squash, Badminton und alle Kontaktsportarten. Ich würde auf jeden Fall ein dosiertes Krafttraining der betroffenen Gelenke, am besten einmal unter physiotherapeutischer Anleitung, empfehlen. [weniger]

Moderator:
Liebe Leser, dieser Chat ist moderiert. Alle Fragen werden zunächst an einen Moderator geschickt, der je nach Teilnehmerzahl alle oder die interessantesten Fragen zur Beantwortung frei stellt. Bitte haben Sie Verständnis, dass bei großem Andrang zunächst Fragen beantwortet werden, die für die Mehrzahl der Teilnehmer relevant sind.

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von MALI:
Ich habe an beiden Kniescheiben retropatellar eine sogenannte Knorpelglatze, also erhebliche Bewegungseinschränkungen und häufig auch Schmerzen. Gibt es Gelenkersatz nur für die Kniescheibe oder kann man nur eine Totalendoprothese (TEP) einsetzen. Bin weiblich und 55 Jahre alt.

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Es gibt Implantate, die isoliert nur das Gleitlager zwischen der Kniescheibe und der Oberschenkelrolle ersetzen, dabei handelt es sich um sogenannten Patellofemoral-Ersatz). Die Voraussetzung dafür, dass ... [mehr]Es gibt Implantate, die isoliert nur das Gleitlager zwischen der Kniescheibe und der Oberschenkelrolle ersetzen, dabei handelt es sich um sogenannten Patellofemoral-Ersatz). Die Voraussetzung dafür, dass so ein Implantat für Sie geeignet ist, ist die Betroffenheit ausschließlich dieser Region. Das heißt, die Arthrose darf noch in keinen anderen Anteilen Ihres Gelenks vorhanden sein. Früher, also vor etwa 15 bis 20 Jahren, hatten diese Implantate noch relativ hohe Versagensraten. Mittlerweile sind die Ergebnisse dieser Patellofemoral-Ersatzprothesen akzektabel und können zu guten funktionellen Ergebnissen führen. Aufgrund der doch relativ seltenen Anwendung dieser Technik im Vergleich zu einer TEP empfehle ich Ihnen, sich in einer Klinik vorzustellen, die sich auf Knie-Endoprothetik spezialisiert hat. [weniger]

Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA)
Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA),
Osteopathin mit eigener Praxis in Wiesbaden. 1. Vorsitzende und Gründerin des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V.. Mitherausgeberin der „DO - Deutsche Zeitschrift für Osteopathie“. Professorin für Osteopathie an der Hochschule Fresenius in Idstein.

Frage von WERNER-KARL:
Mein Vater ist 70 und sollte auf Anraten der Ärzte dringend eine neue Hüfte bekommen, er hat aber Angst und drückt sich vor der OP. Mir fällt auf, dass er immer mehr mit gebeugten Knien dasteht und auch läuft. Kommt das von der kranken Hüfte?

Antwort von Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA):
Ja, denn die Hüftarthrose führt zu einer vermehrten Beugestellung in der Hüfte. Dadurch kommt es zu einer zusätzlichen Verkürzung der Oberschenkelmuskulatur. Abhängig vom Schweregrad der ... [mehr]Ja, denn die Hüftarthrose führt zu einer vermehrten Beugestellung in der Hüfte. Dadurch kommt es zu einer zusätzlichen Verkürzung der Oberschenkelmuskulatur. Abhängig vom Schweregrad der Hüftarthose können Dehnungsübungen der Bein- und Rückenmuskulatur Linderung verschaffen. Je länger andere Gelenke wie etwa das Knie in Mitleidenschaft gezogen werden, kann es auch dort zu frühzeitiger Arthose kommen. Vielleicht sollten Sie Ihrem Vater Mut machen, dem Rat des behandelnden Ärzte zu folgen, denn die zurückgewonnene Lebensqualität mit einer neuen Hüfte ist erfahrungsgemäß sehr groß. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von BERGER-MEYER:
Ich bin weiblich und 62 Jahre alt, und da ich starke Schmerzen im Knie habe, soll ich ein neues Kniegelenk bekommen. Wie lange dauert der Klinikaufenthalt in der Regel und anschließend die Reha? Ich lebe alleine und muss täglich viele Stufen gehen, bis ich in meiner Wohnung bin, da kein Lift vorhanden ist. Könnte ich die Reha eventuell verlängern, wenn das Treppensteigen noch nicht gut funktioniert?

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Der stationäre Aufenthalt ist von Klinik zu Klinik unterschiedlich, meist dauert er ein bis zwei Wochen. Bei uns dauert er in der Regel sieben Tage. Mit ... [mehr]Der stationäre Aufenthalt ist von Klinik zu Klinik unterschiedlich, meist dauert er ein bis zwei Wochen. Bei uns dauert er in der Regel sieben Tage. Mit dem Treppensteigen wird ab dem dritten oder vierten postoperativen Tag begonnen. Die Reha dauert meist drei Wochen. In Ihrem Fall würde ich empfehlen, die Reha direkt nach dem stationären Aufenthalt in der Akut-Klinik zu beginnen. Eine Verlängerung der Reha ist unter Umständen möglich. Die meisten Patienten können aber nach der Reha schon wieder gut Treppensteigen und sich zu Hause wieder selbst versorgen. [weniger]

Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA)
Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA),
Osteopathin mit eigener Praxis in Wiesbaden. 1. Vorsitzende und Gründerin des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V.. Mitherausgeberin der „DO - Deutsche Zeitschrift für Osteopathie“. Professorin für Osteopathie an der Hochschule Fresenius in Idstein.

Frage von MAITAI:
Welche alternativen Heilmethoden gibt es noch bei Arthrose? Denn von Spritzen, Schmerztabletten und ähnlichem bin ich nicht gerade begeistert...

Antwort von Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA):
Eine mögliche Heilmethode ist sicherlich die Osteopathie. Der Osteopath untersucht den ganzen Körper nach Bewegungseinschränkungen, die eventuell zu Fehlbelastungen innerhalb des Gelenkes führen können. Wichtig für ... [mehr]Eine mögliche Heilmethode ist sicherlich die Osteopathie. Der Osteopath untersucht den ganzen Körper nach Bewegungseinschränkungen, die eventuell zu Fehlbelastungen innerhalb des Gelenkes führen können. Wichtig für das Kniegelenk ist ausreichende Bewegung, muskelkräftigende Übungen, Dehnungen, die professionell vermittelt werden. Einen erfahrenen und gut ausgebildeten Osteopathen in Ihrer Nähe finden Sie unter www.osteopathie.de/therapeutenliste [weniger]

Christoph Andersch
Christoph Andersch,
Experte für Berufsunfähigkeitsversicherungen bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von GOLDEN GIRL:
Mein Mann ist Fliesenleger und hat arbeitsbedingt in letzter Zeit immer wieder schmerzende Knie. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung hat er nicht... Kann er sie auch jetzt noch, mit bestehenden Beschwerden, abschließen?

Antwort von Christoph Andersch:
Eine generelle Ablehnung eines Antrags ist mit der von Ihnen genannten Vorerkrankung nicht verbunden. Abhängig vom Grundleiden und des Schweregrads der Krankheit werden in einem solchen ... [mehr]Eine generelle Ablehnung eines Antrags ist mit der von Ihnen genannten Vorerkrankung nicht verbunden. Abhängig vom Grundleiden und des Schweregrads der Krankheit werden in einem solchen Fall in der Regel Erkrankungen des betroffenen Gelenks vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von WERNER LO:
Ich arbeite als Fliesenleger und soll ein neues Kniegelenk bekommen. Ist das hinknien, was ich ja tagtäglich mache, problemlos möglich nach der OP? Und wie lange kann ich nicht arbeiten nach der OP? Ich bin selbstständig, das Kranksein kann ich mir eigentlich nicht leisten.

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Das Knien nach Einbau eines neuen Kniegelenks kann durchaus problematisch sein. Nach meiner Erfahrung vermeiden es die meisten Patienten, weil es entweder unangenehm oder sogar schmerzhaft ... [mehr]Das Knien nach Einbau eines neuen Kniegelenks kann durchaus problematisch sein. Nach meiner Erfahrung vermeiden es die meisten Patienten, weil es entweder unangenehm oder sogar schmerzhaft ist. Wenn die Kniescheibenrückfläche bei der OP auch mit ersetzt wurde - das wird in etwa 50 Prozent der Fälle gemacht -, ist es für die Patienten meist noch unangenehmer. Hier besteht dann auch das Problem, dass der Rückflächenersatz sich durch die knieende Belastung vorzeitig lockern kann. In Ihrem Beruf als Fliesenleger kann es nach der OP also durchaus relevante Einschränkungen geben. Wenn sich die OP nicht vermeiden lässt, empfehle ich daher, auf einen Patellarückflächenersatz zu verzichten und gute Knieschützer zu verwenden. Nach der OP müssen Sie mit einem Ausfall von zwei bis drei Monaten rechnen und es kann bleibende Einschränkungen in Ihrem Beruf geben. [weniger]

Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA)
Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA),
Osteopathin mit eigener Praxis in Wiesbaden. 1. Vorsitzende und Gründerin des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V.. Mitherausgeberin der „DO - Deutsche Zeitschrift für Osteopathie“. Professorin für Osteopathie an der Hochschule Fresenius in Idstein.

Frage von SILBERMOND:
Mein Arzt hat bei mir eine Arthrose festgestellt, meint aber, da könne man nichts groß machen außer Bewegung, und hat mir Schmerztabletten verschrieben. Jetzt empfahl mir eine Freundin, dass ich doch einen Osteopathen aufsuchen soll. Wie läuft eine Behandlung bei einem Osteopathen ab? Kann mir das wirklich helfen bei meiner Arthrose?

Antwort von Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA):
In der Osteopathie schauen wir uns den gesamten Körper mit seiner Geschichte an und suchen nach Bewegungseinschränkungen. Es könnte beispielsweise sein, dass Sie einmal mit dem ... [mehr]In der Osteopathie schauen wir uns den gesamten Körper mit seiner Geschichte an und suchen nach Bewegungseinschränkungen. Es könnte beispielsweise sein, dass Sie einmal mit dem Fuß umgeknickt sind, und dass dies dauerhaft zu einer Fehlbelastung des Knies führt. Hierdurch können sich die Gelenkflächen ungleichmäßig verändern und zur Arthrose führen. Das ist nur eine von vielen denkbaren Ursachen. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von MASTERPLAN:
Ich leide unter starker Arthrose in beiden Knien, beide Gelenke sind auch schon teilkünstlich versorgt. Da ich noch relativ jung bin (47 Jahre alt) "erneuert" mein Arzt alles nur nach und nach, in der Hoffnung, dass es besser wird. Ein neues Gelenk soll ich erst bekommen wenn ich das "Alter" dafür erreicht habe... Wird das immer so gemacht? Warum kann ich nicht gleich ein neues Gelenk bekommen wenn dieses Gestückel nichts bringt? Ich habe starke Schmerzen und kann mich ohne Krücken kaum fortbewegen. Was raten Sie mir?

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Ein Teilgelenksersatz - meistens sogenannte Schlittenprothesen - werden immer dann eingesetzt, wenn nur ein spezieller Teil des Gelenks von der Arthrose betroffen ist. Bei korrekter Indikation ... [mehr]Ein Teilgelenksersatz - meistens sogenannte Schlittenprothesen - werden immer dann eingesetzt, wenn nur ein spezieller Teil des Gelenks von der Arthrose betroffen ist. Bei korrekter Indikation und OP-Technik halten diese Teilgelenke mittlerweile nach 20 Jahren noch zu etwa 90 Prozent. Da mit einem Teilgelenk die Sportfähigkeit und das natürliche Gelenkgefühl normalerweise noch besser erhalten werden kann als mit einem kompletten neuen Gelenk, dem TEP, ist es gut nachvollziehbar, dass Ihnen Ihr Arzt zunächst nur Teilgelenke implantiert hat. Wenn bei Ihnen die Arthrose nun aber schon das gesamte Gelenk betroffen hat und Sie damit nicht mehr zurecht kommen, sollte man mit speziellen Röntgenaufnahmen prüfen, ob ein Wechsel auf eine TEP sinnvoll ist. Das Alter spielt ein Rolle, aber entscheidend ist die Lebensqualität. Eine TEP hält dann wieder normalerweise nach 20 Jahren noch zu etwa 90 bis 95 Prozent. Ich empfehle Ihnen daher, einen Spezialisten für Knie-Endoprothetik aufzusuchen. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von MELODY:
Wie macht sich eine Arthrose bemerkbar? Meine Knie knirschen ab und an bei der Gartenarbeit, längeres Knien ist unangenehm, sonst habe ich aber keine Beschwerden... Sollte ich trotzdem einen Arzt aufsuchen?

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Die typischen Arthrose-Schmerzen sind sogenannte Anlaufschmerzen nach längerem Sitzen und Schmerzen die mit zunehmender Belastung stärker werden. Auch Knirschen oder Reibegeräusche können auf eine Arthrose hindeuten, ... [mehr]Die typischen Arthrose-Schmerzen sind sogenannte Anlaufschmerzen nach längerem Sitzen und Schmerzen die mit zunehmender Belastung stärker werden. Auch Knirschen oder Reibegeräusche können auf eine Arthrose hindeuten, auch wenn noch keine stärkeren Schmerzen vorhanden sind. In Ihrem Fall würde ich einmal einen Orthopäden aufsuchen, der mit einem Röntgenbild die Arthrose feststellen könnte. [weniger]

Christoph Andersch
Christoph Andersch,
Experte für Berufsunfähigkeitsversicherungen bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von KARL:
Ich bin Büroangestellter und habe vor zehn Jahren eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Mein Orthopäde hat bei mir nun eine beginnende Arthrose im Knie festgestellt, ich habe auch schon gelegentlich ziemlich Schmerzen. Wie sich das auf meinen Berufsalltag auswirken wird, weiß ich noch nicht. Meine Frage also: Ab wann werden Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung gezahlt, in meinem Fall auch an mich als Büroangestellter?

Antwort von Christoph Andersch:
Leistungen aus einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung werden in aller Regel dann fällig, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen mindestens sechs Monate ununterbrochen zu mindestens ... [mehr]Leistungen aus einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung werden in aller Regel dann fällig, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen mindestens sechs Monate ununterbrochen zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben können. Als Nachweis für diese Voraussetzungen ist eine fachärztliche Einschätzung beziehungsweise Bescheinigung erforderlich. [weniger]

Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA)
Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA),
Osteopathin mit eigener Praxis in Wiesbaden. 1. Vorsitzende und Gründerin des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V.. Mitherausgeberin der „DO - Deutsche Zeitschrift für Osteopathie“. Professorin für Osteopathie an der Hochschule Fresenius in Idstein.

Frage von SUNFLOWER:
Ich habe seit längerem Arthrose. Im Großen und Ganzen komme ich recht gut zurecht, nur bei nasskaltem Wetter verschlimmern sich die Beschwerden. In einer Zeitschrift habe ich nun gelesen, dass Hagebuttenpulver helfen soll. Ist da wirklich was dran?

Antwort von Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA):
Ich persönlich habe keine Erfahrung mit Hagebuttenpulver. Viele meiner Patienten berichten auch über positive Effekte durch die Einnahme von Weihrauch. Grundsätzlich gilt in diesem Fall: "Was hilft, ... [mehr]Ich persönlich habe keine Erfahrung mit Hagebuttenpulver. Viele meiner Patienten berichten auch über positive Effekte durch die Einnahme von Weihrauch. Grundsätzlich gilt in diesem Fall: "Was hilft, hat recht". Sorgen Sie daneben für ausreichende Bewegung und gute Ernährung. Warme Fußbäder und Wannenbäder fördern zusätzlich die Durchblutung. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von TREPPENKIND:
Ich habe in meiner Wohnung eine sehr enge Wendeltreppe, die sich beim Runterlaufen nach links dreht. Nun habe ich Schmerzen im linken Knie und könnte mir vorstellen, dass die Treppen daran schuld sind. Wenn ich runter gehe und mein ganzes Körpergewicht auf den Knien lastet, muss ich den linken Fuß stets schräg stellen, da die Stufe so eng ist. Kann das sein?

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Die Treppe kann nichts dafür. So wie Sie die Symptome beschreiben, könnte es sich um eine Meniskus-Problematik oder einen beginnenden Verschleiß im Kniegelenk handeln. Durch das ... [mehr]Die Treppe kann nichts dafür. So wie Sie die Symptome beschreiben, könnte es sich um eine Meniskus-Problematik oder einen beginnenden Verschleiß im Kniegelenk handeln. Durch das Treppensteigen belasten Sie wohl das Knie immer exakt so, dass das Problem im Knie symptomatisch wird. Ich empfehle Ihnen eine Vorstellung beim Orthopäden, der das Knie einmal untersuchen sollte und gegebenenfalls mittels MRT eine mögliche Meniskus-Läsion abklären könnte. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von RAIMUND:
Meine Frau hat in einem Fernsehbeitrag gesehen, dass angeblich eine Blutegeltherapie bei Arthrose helfen soll und möchte das jetzt auch unbedingt ausprobieren. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten nicht, ich halte das für "rausgeschmissenes" Geld. Wie stehen Sie dazu?

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Die Blutegeltherapie ist mit bekannt bei der Behandlung von Blutergüssen, starken Schwellungen und dem sogenannten Kompartmentsyndrom. Bei der Arthrosebehandlung haben Blutegel meines Wissens nach keinen Stellenwert. ... [mehr]Die Blutegeltherapie ist mit bekannt bei der Behandlung von Blutergüssen, starken Schwellungen und dem sogenannten Kompartmentsyndrom. Bei der Arthrosebehandlung haben Blutegel meines Wissens nach keinen Stellenwert. Es gibt auf jeden Fall keine gesicherten Behandlungserfolge und mir ist auch keine erfolgreiche Behandlung diesbezüglich bekannt. [weniger]

Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA)
Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA),
Osteopathin mit eigener Praxis in Wiesbaden. 1. Vorsitzende und Gründerin des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V.. Mitherausgeberin der „DO - Deutsche Zeitschrift für Osteopathie“. Professorin für Osteopathie an der Hochschule Fresenius in Idstein.

Frage von FORMEL2:
Meine Arthrose macht mir die letzte Zeit sehr zu schaffen. Meine Freundin rät mir, meine Ernährung umzustellen (weniger Fleisch, Wurst, dafür mehr Obst und Gemüse). Was hat die Ernährung mit meiner Arthrose zu tun?

Antwort von Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA):
Zuviel tierisches Eiweiß kann zu einer Übersäuerung des Körpers führen, als Symptome dafür kommen Steifheit oder latente Schmerzen an den kleinen und großen Gelenken in Frage. ... [mehr]Zuviel tierisches Eiweiß kann zu einer Übersäuerung des Körpers führen, als Symptome dafür kommen Steifheit oder latente Schmerzen an den kleinen und großen Gelenken in Frage. Die Übersäuerung verursacht Reizungen bis hin zu Entzündungen der Gelenkflüssigkeit. Obst und Gemüse sind gute Nahrungsmittel, um einer Gewebeübersäuerung entgegenzuwirken. Eine ausgewogene Ernährung kann auf jeden Fall die Arthroseschmerzen günstig beeinflussen. [weniger]

Christoph Andersch
Christoph Andersch,
Experte für Berufsunfähigkeitsversicherungen bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Frage von HANSDAMPF:
Ich bin 43 Jahre alt, von Beruf Altenpfleger, bei mir hat der Arzt kürzlich eine beginnende Arthrose im Knie festgestellt. Aus Nachlässigkeit habe ich mich in jungen Jahren nicht gegen Berufsunfähigkeit versichert. Kann ich mich jetzt noch versichern lassen? Und wird das dann besonders teuer? Muss ich beim Versicherer die komplette Diagnose angeben?

Antwort von Christoph Andersch:
Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist durchaus möglich, jedoch kann es auf Grund der genannten Diagnose zu einem erhöhten Beitrag oder zu einem Ausschluss kommen - im ... [mehr]Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist durchaus möglich, jedoch kann es auf Grund der genannten Diagnose zu einem erhöhten Beitrag oder zu einem Ausschluss kommen - im schlimmsten Fall kann kein Versicherungsschutz mehr angeboten werden. Eine Angabe der genauen Diagnose ist auf jeden Fall erforderlich, diese geht jedoch meist aus den ärztlichen Untersuchungsberichten hervor, welche zur Risikoeinschätzung notwendig sind. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von TINE:
Was hilft bei einem Überbein an der Hand, verbunden mit Schmerzen?

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Ein Überbein kann meist völlig unproblematisch operativ entfernt werden. Ich würde Ihnen eine Vorstellung bei einem auf Handchirurgie spezielisierten Kollegen empfehlen.

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von HANDWERKPROFI:
Ich leide an einer Gonathrose und jetzt sagt mein Arzt, ich brauche ein neues Kniegelenk. Gibt es auch andere Wege, ich habe Angst, dass ich mit einer OP lange ausfalle, ich bin selbstständig

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Die Behandlung hängt sehr stark vom Ausmaß der Arthrose und dem Zustand Ihres Kniegelenks - Muskulatur, Beweglichkeit -ab. Ob - und falls ja - welche ... [mehr]Die Behandlung hängt sehr stark vom Ausmaß der Arthrose und dem Zustand Ihres Kniegelenks - Muskulatur, Beweglichkeit -ab. Ob - und falls ja - welche operativen oder nicht-operativen Therapieoptionen bei Ihnen noch in Frage kommen, kann man nur nach Untersuchung des Gelenks und Einsichtnahme in die Röntgen- beziehungsweise MRT-Aufnahmen entscheiden. Mittlerweile ist es ja durchaus üblich, sich eine Zweit- oder Drittmeinung von verschiedenen Behandlern einzuholen. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von HANNE:
Ich würde gerne wissen, was eine Arthroskopie ist, wie genau so etwas abläuft. Dies soll nämlich demnächst bei mir durchgeführt werden.

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Eine Arthroskopie ist eine Gelenkspiegelung, anhand derer im Sinne einer sogenannten Schlüsselloch-Operation - meist zwei bis drei kleine Stichinzisionen - das Gelenk inspiziert und etwaige Knorpel- ... [mehr]Eine Arthroskopie ist eine Gelenkspiegelung, anhand derer im Sinne einer sogenannten Schlüsselloch-Operation - meist zwei bis drei kleine Stichinzisionen - das Gelenk inspiziert und etwaige Knorpel- und/oder Meniskusschäden behoben werden können. Meist wird diese OP ambulant oder im Rahmen eines kurzstationären Aufenthalts von ein bis zwei Tagen durchgeführt. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von CUPCAKE:
Bei mir wurde eine leichte Arthrose festgestellt. Kann eine Arthrose auch komplett geheilt werden? Und wenn ja, was muss ich dafür tun?

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Heilen kann man eine Arthrose nicht. Man kann lediglich die Symptome verbessern und das Fortschreiten verhindern. Hier sind vor allem die Auswahl des geeigneten Sports, der ... [mehr]Heilen kann man eine Arthrose nicht. Man kann lediglich die Symptome verbessern und das Fortschreiten verhindern. Hier sind vor allem die Auswahl des geeigneten Sports, der Ehalt der Muskulatur und ein "normales" Körpergewicht wichtig. Je nachdem welches Gelenk betroffen ist, kann man auch Fehlstellungen beseitigen, um das Fortschreiten der Arthrose zu verhindern, ein Beispiel wäre ein starkes O-Bein beim Kniegelenk. [weniger]

Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA)
Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA),
Osteopathin mit eigener Praxis in Wiesbaden. 1. Vorsitzende und Gründerin des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V.. Mitherausgeberin der „DO - Deutsche Zeitschrift für Osteopathie“. Professorin für Osteopathie an der Hochschule Fresenius in Idstein.

Frage von NAYELI:
Beim Radfahren fühlen sich meine Knie an, als würden sie "haken". Nach einer Weile gibt sich das wieder. Es tut nicht weh, ist aber unangenehm. Was kann die Ursache sein? Sonst habe ich keine Beschwerden.

Antwort von Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA):
Um genau zu erfahren, was dieses Haken ist, sollten Sie sich von einem erfahrenen Osteopathen untersuchen lassen. Sie finden diese Kollegen beispielsweise unter www.osteopathie.de. Bei den ... [mehr]Um genau zu erfahren, was dieses Haken ist, sollten Sie sich von einem erfahrenen Osteopathen untersuchen lassen. Sie finden diese Kollegen beispielsweise unter www.osteopathie.de. Bei den Kollegen bekommen Sie sicherlich auch Anregungen, was Sie persönlich tun können beziehungsweise welche Muskel- und Gelenkketten im Ungleichgewicht sind. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von SPORTFREUND:
Mein rechtes Knie ist seit etwa drei Tagen heiß und geschwollen, es schmerzt aber nicht wirklich. Könnte das eine Entzündung sein? Geht das von alleine wieder weg?

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Das sollten Sie unbedingt unverzüglich etwa durch einen Orthopäden weiter abklären lassen. Es kann natürlich ein Infekt sein, aber es gibt noch verschiedene andere mögliche Ursachen: ... [mehr]Das sollten Sie unbedingt unverzüglich etwa durch einen Orthopäden weiter abklären lassen. Es kann natürlich ein Infekt sein, aber es gibt noch verschiedene andere mögliche Ursachen: beispielsweise eine reaktive Arthritis, Borreliose, Gicht, eine sogenannte aktivierte Arthrose, Rheuma. Der bakterielle Infekt wäre zunächst das Wichtigste, was unverzüglich abgeklärt werden sollte, da dadurch das Gelenk einen bleibenden Schaden nehmen kann. [weniger]

Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA)
Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA),
Osteopathin mit eigener Praxis in Wiesbaden. 1. Vorsitzende und Gründerin des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V.. Mitherausgeberin der „DO - Deutsche Zeitschrift für Osteopathie“. Professorin für Osteopathie an der Hochschule Fresenius in Idstein.

Frage von GRAUTIGER:
Ich bin 55 Jahre alt und und weiblich und habe leichte X-Beine, seit kurzem leide ich unter Schmerzen im rechten Kniegelenk. Mein Hausarzt sagt, dass Patienten mit X-Beinen eher an einer Kniearthrose erkranken als welche mit normalen Beinen. Kann ich mit Übungen entgegen steuern?

Antwort von Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA):
Sicherlich können Sie mit verschiedenen Übungen entgegen steuern, aber auch Menschen mit "normalen Beinen" erkranken an einer einseitigen Kniearthrose. Ob Sie tatsächlich eine Arthrose haben und ... [mehr]Sicherlich können Sie mit verschiedenen Übungen entgegen steuern, aber auch Menschen mit "normalen Beinen" erkranken an einer einseitigen Kniearthrose. Ob Sie tatsächlich eine Arthrose haben und in welchem Schweregrad, das kann nur ein Röntgenbild beantworten. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von KATRIN:
Vor Jahren bin ich (26) beim Skaten aufs Knie gestürzt (ich hatte dummerweise keine Schoner an). Der Arzt hat dann einen Haarriss am Knie festgestellt, ich bekam Medikamente und Krücken, um das Knie zu schonen. Soweit ist jetzt zwar alles ok, aber bei größerer Belastung, etwa Bergablaufen beim Wandern, habe ich teilweise immer noch Schmerzen im Knie. Kann eine Arthrose dahinter stecken, obwohl ich noch so jung bin?

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Theoretisch kann eine Arthrose vorliegen. Es gibt aber auch andere Schäden im Knie, die sich nach einem Sturz auf das Knie einstellen können. In Ihrem Alter ... [mehr]Theoretisch kann eine Arthrose vorliegen. Es gibt aber auch andere Schäden im Knie, die sich nach einem Sturz auf das Knie einstellen können. In Ihrem Alter würde ich auf jeden Fall eine weitere Abklärung mittels MRT des Kniegelenks empfehlen. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von BäRBELLAU:
Ich habe eine Frage aus dem Bereich MRT: Ich habe seit einigen Wochen starke Schmerzen am linken Knie und nun sagt mein Arzt, ich solle ins CT beziehungsweise MRT, was ich nicht will. Würde da eventuell auch ein Ultraschall genügen?

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Mit dem Ultraschall können Sie im Knie eigentlich nur einen Erguss feststellen. Sonst hilft der Ultraschall da eigentlich nicht weiter. Ein MRT ist deutlich besser geeignet ... [mehr]Mit dem Ultraschall können Sie im Knie eigentlich nur einen Erguss feststellen. Sonst hilft der Ultraschall da eigentlich nicht weiter. Ein MRT ist deutlich besser geeignet als CT und hat auch keine Strahlenbelastung. An einigen Zentren gibt es auch sogenannte offene MRTs, falls Sie mit Platzangst zu tun haben sollten. [weniger]

Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA)
Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA),
Osteopathin mit eigener Praxis in Wiesbaden. 1. Vorsitzende und Gründerin des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V.. Mitherausgeberin der „DO - Deutsche Zeitschrift für Osteopathie“. Professorin für Osteopathie an der Hochschule Fresenius in Idstein.

Frage von MELLY:
Mein Arzt hat bei mir eine Kniearthrose festgestellt und meint, ich müsste dringend abnehmen. Aber das ist leichter gesagt als getan, teilweise sind die Schmerzen so stark das ich kaum laufen kann... Es muss doch auch was anderes geben, das hilft?

Antwort von Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA):
Haben Sie es auch mit einer kalorienreduzierten Ernährung versucht? In diesem Zusammenhang sollten Sie gänzlich auf Zucker, aber auch auf Alkohol oder Softdrinks verzichten, denn das ... [mehr]Haben Sie es auch mit einer kalorienreduzierten Ernährung versucht? In diesem Zusammenhang sollten Sie gänzlich auf Zucker, aber auch auf Alkohol oder Softdrinks verzichten, denn das sind regelrechte Kalorienbomben. Um den Fettstoffwechsel anzuregen, können Sie auch auf einem Ergometer-Fahrrad mit leichter Belastung trainieren, das verbraucht Kalorien und ist gut für die Durchblutung des Gelenkknorpels. [weniger]

Prof. Dr. med. Stefan Weiss
Prof. Dr. med. Stefan Weiss,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Frage von YANNICK:
Ich habe ein fortgeschrittene Arthrose, ohne Schmerztabletten geht überhaupt nicht mehr. Mein Arzt will mich jetzt operieren, ein neues Kniegelenk einsetzen. Welche Komplikationen können hier auftreten? Und wie lange hält so ein künstliches Gelenk? Ich bin jetzt Anfang 60...

Antwort von Prof. Dr. med. Stefan Weiss:
Bei Patienten, die zum Zeitpunkt der OP 60 Jahre oder älter sind, geht man von einer Haltbarkeit des künstlichen Kniegelenks von etwa 20 Jahren zu 90 ... [mehr]Bei Patienten, die zum Zeitpunkt der OP 60 Jahre oder älter sind, geht man von einer Haltbarkeit des künstlichen Kniegelenks von etwa 20 Jahren zu 90 bis 95 Prozent aus. Hauptrisiken sind eine vorzeitige Lockerung und Gelenkinfektion. Die Risiken müssen Sie aber mit Ihrem Operateur im Einzelnen besprechen. [weniger]

Moderator:
Liebe Leser, wir danken Ihnen für die Teilnahme an unserem heutigen Chat zum Thema "Arthrose". Wir hoffen, dass wir alle wichtigen Fragen beantworten konnten. Für heute verabschieden wir uns von Ihnen und wünschen noch einen schönen Abend.